«Ich bin als Mensch gewachsen und gehe jeden Tag mit dem Gefühl nach Hause, etwas Sinnvolles getan zu haben.»

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Hobbys:
Lesen, Schreiben,
Literatur, Kochen

Arbeitsort:
Spital Thun

Wohnort:
Thun

Sabrina Fischer

Dipl. Pflegefachfrau HF, JG 1990

Meine Mutter ist Pflegefachfrau. In meiner Jugendzeit fand ich das tatsächlich nicht so toll, deshalb entschied ich mich dazu, etwas anderes zu lernen. Aber auch als Coiffeuse war ich nicht glücklich. Nach der Lehre entschied ich mich, in verschiedenen Praktika andere Berufe kennenzulernen. Trotz meiner früheren Vorbehalte fand ich das Praktikum im Spital Thun sehr schön, mir gefiel die Arbeit mit Menschen und ich wurde direkt als Pflegehilfe engagiert. Meine Vorgesetzten und Kolleg:innen motivierten mich für den nächsten Schritt und ich begann meine Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit. Danach ging es recht schnell, denn ich merkte, dass ich mein Fachwissen vertiefen wollte und dass noch viel mehr Substanz in mir und im Pflegeberuf stecken – und startete in die Ausbildung HF Pflege mit Fokus K, somatische Erkrankungen. Dank meiner beruflichen Vorbildung absolviere ich die Ausbildung verkürzt in zwei, statt drei Jahren und stehe mittlerweile kurz vor dem Abschluss.

Die Arbeit auf unserer Station ist facettenreich und ich gehe jeden Tag mit dem Gefühl nach Hause etwas Sinnvolles getan zu haben. Ich erlebe viel Schönes, manchmal auch Schweres – und das kann an die Substanz gehen. Dennoch ist der Beruf unheimlich befriedigend. Gleichzeitig fühle ich, dass ich als Mensch gewachsen bin. Ich bin in den anspruchsvollen Pflegealltag hineingewachsen. Meine Fähigkeit, auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, ist dabei ein Vorteil. Im Privaten bin ich eher ein Hitzkopf und ungeduldig, im Job hingegen behalte ich die Ruhe und den Weitblick.

Ich bin Thunerin durch und durch – Fulehung und Ausschiesset sind in meiner DNA. Hier fühle ich mich zu Hause und hier geht mein Herz auf. Der kurze Arbeitsweg ist ein weiterer Pluspunkt. Mit meiner Ehefrau lebe ich im Dürrenast und wir geniessen die Offenheit und die Buntheit unserer Heimatstadt.